Parodontitis

Studien zeigen, dass bis zu 30% aller Erwachsenen an Parodontitis (Erkrankung des Zahnbetts, auch "Parodontose" genannt) leiden - und das meist unbemerkt!
Diese Erkrankung greift das Zahnbett an, und da sie fast immer schmerzfrei verläuft, fällt sie bei fehlenden oder unzureichenden Kontrollen erst auf, wenn schon Unwiederbringliches (das knöcherne Zahnbett!) verloren gegangen ist. Deshalb legen wir größten Wert darauf, parodontale Erkrankungen so früh wie möglich zu diagnostizieren und vor allem zu stoppen.
Von unserer Seite werden im Wesentlichen die Oberflächen der betroffenen Zahnwurzeln gereinigt und geglättet. Dies ist dank örtlicher Betäubung eine schmerzfreie Behandlung meist ohne Nachwirkungen. Aber gemeinsam mit Ihrer verbesserten Hygiene und ggf. weiteren kleinen Korrekturen reicht diese Therapie meist aus, den Knochenrückgang zu stoppen und  die Zähne zu festigen, falls sie bereits gelockert waren.
Dabei ist jedoch Ihre Mithilfe sehr wichtig! Vor allem die Zahnzwischenräume sind oft Ausgangspunkt der Erkrankung – diese müssen mit entsprechenden Bürsten täglich gereinigt werden.
Gerne wird übersehen, dass ein intakt aussehendes und nicht blutendes Zahnfleisch täuschen kann. Zahnfleischtaschen sind unsichtbar und durch die entsprechende Bakterienbesiedelung die eigentliche Ursache des Knochenrückganges. Geschwollenes, entzündetes Zahnfleisch bedeutet tiefere Taschen, deshalb sind bei verbesserter Hygiene ein gewisser Zahnfleischrückgang (Abschwellen!) des Zahnfleischs, wie auch ein anfängliches Bluten, positive Zeichen!
Nicht nur Rauchen und ungesunde Ernährung, sondern z. B. auch Stress oder erbliche Faktoren können eine erhebliche Rolle spielen.
In hartnäckigen Fällen können hochspezifische Bakterientests, ggf. mit einer entsprechenden speziellen Antibiotika - Therapie sinnvoll sein.
Entscheidend ist, dass der Krankheitsverlauf gestoppt werden kann, dies ist – rechtzeitig erkannt - ohne Zahnverlust möglich.